Chardonnay

Die große Diplomatin. Diese Rebsorte zeichnet kein typischer Eigengeschmack aus. Ihr Wein spiegelt den Charakter der jeweiligen Lage wieder. Sie produziert Terroirweine, die ein Spiegelbild sind von Klima, Boden, Pflege und Ausbau. Sie gedeiht sowohl in kühlen als auch in gemäßigten, warmen und sogar heißen Gegenden. Erstmals erwähnt wird die Sorte zwischen 1685 und 1690 im östlichen Frankreich. Um ihre genaue Herkunft ranken sich Legenden, wie etwa jene, dass sie im Mittelalter aus Zypern importiert worden sei oder auch dass sie aus dem Örtchen Chardonnay im Burgund stamme. Die Ortsbezeichnung leitet sich übrigens vom französischen Begriff „Chardon“ (Distel) ab. Eine im Jahr 1999 durchgeführte DNA-Analyse ergab, dass Chardonnay zur Gruppe der Burgundersorten zählt. In Griechenland erfreut sich Chardonnay seit den 1960er Jahren wachsender Beliebtheit. Insbesondere in höher gelegenen, kühleren Lagen entwickelt die Rebe Weißweine von subtiler Raffinesse.

Chardonnay

Unsere Weine der Rebsorte Chardonnay

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Mikros Vorias 2020 - Rouvalis Winery
Weingut: Rouvalis Winery
Art, Süße: Weißwein, trocken
Rebsorte: 70% Sauvignon Blanc, 30% Chardonnay
Region: Peloponnes
Aromen: Limette, Paprika, Stachelbeere, frische Kräuter
Charakter:
leicht bis kräftig
Frucht
Säure
Tannin

10,50 €* (19,05% gespart) 8,50 €*

0,75 l (1 l = 11,33 €*)

Lieferung 1-3 Werktage
Kourites Weiß 2019 - Kamkoutis Vineyards
Weingut: Kamkoutis Vineyards
Art, Süße: Weißwein, trocken
Rebsorte: 70 % Chardonnay, 30 % Malagousia
Region: Makedonien
Aromen: Mango, Thymian, Weißer Pfirsich, weiße Blüten
Charakter:
leicht bis kräftig
Frucht
Säure
Tannin

11,90 €* (25,21% gespart) 8,90 €*

0,75 l (1 l = 11,87 €*)

Lieferung 1-3 Werktage

Komplexes Spiegelbild des Terroirs

Je nach Klima, Boden und Produktionsverfahren fallen Chardonnay-Weine ganz unterschiedlich aus, ihre Bandbreite reicht von kargen, trockenen und säurebetonten Tropfen bis hin zu opulenten, körperreichen Weinen mit exotischer Aromatik. Selbst Massenweine dieser Rebe verstehen Freude zu bereiten. Bei diesem ausgesprochenen Terroirwein dominiert nicht so sehr der sortenspezifische Charakter als vielmehr das jeweilige Terroir, in dem die Trauben heranreifen. Im Chardonnay kommt der erdige Ton, bestimmt von Mineralien des Bodens, zum Ausdruck. Die Fruchtaromen variieren stark nach Region. Die Farbe reicht von zartgelb bis strohgelb.
In kühleren Weinbaugebieten dominieren beim Chardonnay Aromen von grünen Äpfeln, Birnen und Nüssen im Zusammenspiel mit Zitrusnoten. In gemäßigteren Gegenden, wie im Burgund, sind es Aromen von Steinobst und Zitrusfrüchten, in warmen Weinbauregionen (Kalifornien, Australien) bestimmen Aromen von Banane, Ananas und Mango die Aromatik des Weißweins.
Wegen ihres Körperreichtums und der stabilen Grundstruktur eignet sich die Rebe sehr für den Ausbau im kleinen Eichenfass. Durch die Reife im Barrique gewinnen die Weine an Gewicht und erhalten zusätzliche interessante Geschmacksnoten wie Vanille, Butter, Toast oder Karamell. Außerdem sorgt Holzkontakt für eine gute Alterungsfähigkeit.
Zu seiner wohl subtilsten Form findet Chardonnay im Burgund, vor allem auf Grand-Cru-Lagen wie dem legendären Montrachet, den 1er-Cru-Lagen in Meursault oder den klassifizierten Lagen im Chablis. In Kalifornien findet man die besten Weine in den Küstengebieten, die dem Gebirge vorgelagert sind. Sehr gute Exemplare stammen aus Carneros und Sonoma County. Das Hunter Valley zählt neben Victoria, Adelaide Hills und Margaret River zu den wichtigsten Anbauregionen in Australien.
In Griechenland liefert die Rebe die besten Ergebnisse in kühleren Lagen, beispielsweise in Velvento/Kozani bei Makedonien (link). Bei Kamkoutis Vineyards (links) ist Malagousia der perfekte Partner im Cuvée mit Chardonnay.

Über 200 Weingüter in Griechenland

Chardonnay nimmt Platz fünf im Rebsortenspiegel weltweit ein. Die Fläche wächst jedes Jahr um etwa 100.000 Hektar. Eines der größten Anbauländer sind inzwischen die USA, genauer gesagt Kalifornien, und knapp dahinter folgt Frankreich. Mit einem Anteil von 90 % liegen die Flächen hauptsächlich in Burgund und in der Champagne. Darüber hinaus wird Chardonnay in größerem Ausmaß in Österreich, Spanien, Italien, Bulgarien, Moldawien, Argentinien, Chile, Südafrika, Australien, Neuseeland und Deutschland kultiviert.
In Griechenland liegt die Anbaufläche bei etwa 600 Hektar. Die Chardonnay erschien erstmals Mitte der 1960er Jahre in Attika. Etwa ein Jahrzehnt später folgten die Pflanzungen von Dimitris Hatzimichalis in Atalanti, Mittelgriechenland. Auch Diogenis Harlaftis pflanzte Chardonnay Anfang der 1980er Jahre an, aber erst Anfang der 1990er Jahre erlangte Hatzimichalis mit der Sorte einen bedeutenden kommerziellen Erfolg. Seitdem genießt die Chardonnay in Griechenland einen hervorragenden Ruf. In weniger als zwei Jahrzehnten stieg die Zahl der Weingüter, die Chardonnay keltern, auf über 200.
Die Chardonnay-Rebe kommt mit den verschiedensten Bodenarten zurecht. Die besten Weine entstehen auf relativ tiefgründigen Böden mit hohem Kalkanteil. Die Trauben der Chardonnay sind meist walzenförmig und mit mittelgroßen, rundlichen Beeren besetzt. Die früh austreibende Sorte reagiert lediglich empfindlich auf Frühjahrsfrost.

Wussten Sie eigentlich, dass …

… Champagner nur aus den drei Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier (beide rot) gewonnen werden darf? Je nach Cuvée und Weingut sind die Rebsorten in unterschiedlichen Mengenverhältnissen enthalten. Die Champagner Blanc de Blancs sind zu 100 % aus Chardonnay.