Mourvèdre

Hinter Klostermauern. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie Monastrell heißt. Dass sich die französische Bezeichnung Mourvèdre international durchsetzte, ist einem gewissen Châteauneuf-du-Pape zu verdanken. Der große Franzose aus dem Süden begründete gemeinsam mit einigen prominenten Mitstreitern aus dem Rhône-Tal in den letzten drei Jahrzehnten den Ruhm der spanischen Sonnenanbeterin. Die Rebe als solche ist natürlich deutlich älter. Schon im Jahre 1381 schwärmte der Mönch Francisc Eiximenis (1340–1409), dass Monastrell gemeinsam mit Bobal die wichtigste Sorte Valencias sei. Der Name geht wahrscheinlich auf „Monasterio“ (Kloster) zurück. Und in einem valencianischen Kloster war es wohl auch, wo sich die ersten zarten Reblein zu einem stattlichen Klosterwein verbündeten. Der historische Heimatort der Rebe dürfte die Stadt Sagunto in der Provinz Valencia sein. Die Stadt besaß einen bedeutenden Weinhafen und hieß bis zum Jahre 1877 Murviedro (auf Katalanisch). Nach Frankreich verirrte sich die Spanierin bereits im 16. Jahrhundert. Sie fand gute Bedingungen und blieb.

Mourvèdre

Unsere Weine der Rebsorte Mourvèdre

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3 Artikel
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Bio
Nostos Alexandras 2017
Weingut: Manousakis Winery
Art, Süße: Rotwein, trocken
Rebsorte: 40 % Syrah, 40 % Mourvèdre, 20 % Grenache
Region: Kreta
Aromen: Kirsche, Lakritz, Schwarze Johannisbeere, creme de Cassis, schwarzer Pfeffer
Charakter:
leicht bis kräftig
Frucht
Säure
Tannin

15,90 €*

0,75 l (1 l = 21,20 €*)

Lieferung 1-3 Werktage
Bio
Nostos Blend 2016
Weingut: Manousakis Winery
Art, Süße: Rotwein, trocken
Rebsorte: Grenache, Syrah, Mourvèdre, Rousanne
Region: Kreta
Aromen: Cassis, Lakritz, Pflaume, Zigarrenkiste, geröstete Nüsse
Charakter:
leicht bis kräftig
Frucht
Säure
Tannin

22,80 €*

0,75 l (1 l = 30,40 €*)

Lieferung 1-3 Werktage
Limitiert
Bio
Nostos Mourvèdre 2014
Weingut: Manousakis Winery
Art, Süße: Rotwein, trocken
Rebsorte: 100 % Mourvèdre
Region: Kreta
Aromen: Brombeere, Leder, Tabak, Veilchen
Charakter:
leicht bis kräftig
Frucht
Säure
Tannin

59,90 €*

0,75 l (1 l = 79,87 €*)

Lieferung 1-3 Werktage

Ideale Partnerin für ausgezeichnete Cuvées

Seit einigen Jahren beobachten wir die Zunahme von reinsortigen Mourvèdres – insbesondere in Spanien und Übersee. Diese sortenreinen Weine zeigen meist satte Aromen von Brombeeren und deutliche Würznoten, die an mediterrane Kräuter und an Zeder erinnern.
Die herzhaften, vollmundigen, schweren Mourvèdres leuchten im Glas meist in tiefem Purpurrot. Sie zeigen eine ausgewogene Säure, feinkörniges Tannin und einen kraftvollen Körper. Mourvèdre reift meist im großen Holzfass, zuweilen auch im Barrique. Die herzhaften Weine verfügen über eine gute Lagerfähigkeit. Für Cuvées mit anderen Rebsorten findet sich eine Fülle von ganz unterschiedlichen Varietäten. Die Verbindung mit Grenache und Syrah, die man ursprünglich vor allem im südlichen Rhône-Tal (auch in Languedoc und der Provence) praktizierte, wird wegen ihres großen Erfolges von vielen Anbaugebieten in Spanien und Übersee adaptiert. Im englischsprachigen Raum bezeichnet man diese Cuvées nach den Anfangsbuchstaben der drei Rebsorten gern als GSM Blends. Grenache steuert vor allem süße Fruchtaromen bei, Syrah liefert herbere Noten, Tannine sowie eine feine Säure. Mourvèdre schließlich bringt interessante würzige Geschmacksnoten und Farbe.
Weitere Komplementärrebsorten von Mourvèdre sind in Südfrankreich die zart-fruchtige Cinsault-Traube und die dunkle, säurebetonte Carignan-Rebe. In Spanien stellt die elegante Sorte Tempranillo eine wichtige Assemblage-Partnerin dar.
Die meisten Mourvèdre-Trauben werden zu Rotwein verarbeitet, einige Kellereien verarbeiten die Rebe aber auch zu fruchtig-frischen Roséweinen. Auch gibt es Süßweine und Likörweine.

Gerne mit Meerblick

Mit Mourvèdre waren vor dem Eindringen von Mehltau (1850) und Reblaus (1865–85) weite Teile Frankreichs bestockt. Beim Neuaufbau nach den beiden Katastrophen entschied man sich für robustere Sorten und baute diese Rebe deutlich reduziert an.
Im Süden des französischen Festlands, also in den Weinbaugebieten Languedoc-Roussillon, Provence und Rhône, sowie auf Korsika findet die rote Rebe gute Bedingungen vor. An der spanischen Mittelmeerküste in der Gegend um Valencia dominiert sie. Weitere bedeutende Anpflanzungen kennen wir aus Kastilien-La Mancha, aber auch aus aufstrebenden Regionen wie Jumilla oder Yecla. In Kalifornien stehen einige hundert Hektar unter Ertrag, ebenso in Australien, wo die Rebe meist Mataro genannt wird.
In Weinbergen an der Küste fühlt sie sich ausgesprochen wohl. Die ist einer der Hauptgründe, warum Mourvèdre in Griechenland allerbeste Bedingungen vorfindet. Die Rebsorte erweist sich als recht schwierig und anspruchsvoll im Anbau, treibt spät aus und reift sehr spät, verlangt zudem gerade in der letzten Reifephase warme, trockene Temperaturen und liefert am Ende eher geringe Erträge.
Anfällig ist die Rebe für vielerlei Krankheiten. Auch Dürre setzt der Mourvèdre extrem zu.

Wussten Sie eigentlich, dass …

… Mourvèdre von Weinexperten in Frankreich gerne auch „Rebe des Südens“ genannt wird? Das liegt daran, dass sich die Rebe nördlich von Châteauneuf-du-Pape nicht besonders wohl fühlt.