Ionische Inseln
Anbaugebiet Ionische Inseln
Entlang der griechischen Westküste von Albanien im Norden bis zum Peloponnes im Süden liegen die Ionischen Inseln. Die Bezeichnung stammt ursprünglich vom Volksstamm der Ionier, die hier im 9. Jahrhundert v. Chr. siedelten. Die Inselgruppe beheimatet eine bemerkenswerte Komposition aus wundervollen Stränden, Wanderwegen, verschlafenen Dörfern, lebendigen Städten, einer reichen Geschichte und hervorragendem Wein. Traditionell nennt sich der Archipel Eptanissa, griechisch für „die sieben Inseln“. Aber zu den Ionischen Inseln zählen weit mehr als die sieben Hauptinseln. Auf den größeren Inseln Korfu, Lefkada, Kefalonia, Ithaka und Zakynthos wird professioneller Weinbau betrieben – auf Paxos und Kythira nur in geringem Maße. Im Gegensatz zum übrigen Griechenland gehörten die Inseln nie zum Osmanischen Reich, sondern standen lange unter venezianischer Herrschaft (1386 bis 1797). Dies sorgte für zahlreiche Besonderheiten im Weinbau, unter denen der sehr geringe Grad des Eindringens ausländischer Rebsorten und die damit verbundene große Bandbreite an lokalen (autochthonen) Rebsorten am meisten hervorstechen. Der venezianische Einfluss wirkt sich auch auf Sitten und Gebräuche aus, während gleichzeitig jede Insel ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter zeigt.
Unsere griechischen Weine aus Ionische Inseln
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Greek
Wines
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Die ionischen Weine
Durch das milde, aber nicht zu trockene Klima herrschen auf den Ionischen Inseln sehr gute Bedingungen für den Weinanbau. Das Gelände der meisten Inseln ist stark gebirgig geprägt. Zusammen mit der isolierten Lage der Anbauflächen, dem seltenen Auftreten der Reblaus sowie einer Fülle von Mikroklimata konnten sich viele Rebsorten halten.
Kefalonia
Einer Sage nach hat Kephalos, Sohn des Götterboten Hermes und Namenspatron der Insel, unter Obhut des Weingottes Dionysos den Weinanbau nach Kefalonia gebracht. Die Weinberge steigen an den westlichen Hängen des Berges Enos bis auf 800 Meter an und bringen die edle weiße Sorte Robola hervor, eine in Griechenland einzigartige Sorte, die traditionell zu einem niedrigstämmigen Busch (Gobelet) erzogen wird. Auf den kargen, kalkhaltigen Böden der Insel gedeiht diese Sorte hervorragend.
Das Klima ist mild, der Niederschlag ausreichend und der Einfluss des Schwarzen Berges, des Enos (Ainos), extrem günstig. All dies bestimmt zusammen mit den niedrigen Hektarerträgen und der geringen Größe der Weinparzellen die Form des Weinbaus.
Kultiviert werden Robola, Mavrodaphne und einige weniger bekannte Sorten wie die Tsaousi, die Vostilidi (bekannt auch als Goustolidi), die Zakynthinos und die aromatische Muscat, die eine Einmaligkeit der Insel darstellt. Aus diesen Sorten werden drei Regionalweine mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) erzeugt: Plagies Ainou, Metaxata und Mantzavinata. Hinzu kommen Weine der drei geschützten Ursprungsbezeichnungen (g. U.), die süßen Mavrodaphne Kefalonias, Weißer Muscat Kefalonias und die Krönung der Weine der Insel entsteht als PDO (g. U.) Robola Kefalonias. Ein trockener Weißwein mit feinen zitrischen Nuancen, lebhafter Säure und filigranem Körper. Aus Kefalonia stammt übrigens auch der Schnittkäse Kefalotiri.
Zakynthos
Die Insel verfügte traditionell über eine unglaubliche Vielzahl von Rebsorten. Von diesen werden heute weiterhin angebaut: die Avgoustiatis, Skiadopoulo, Pavlos, Katsakoulias und natürlich die berühmte Traube Kefalonias Robola. Die berühmtesten Weine der Insel kommen mit der Traditionsbezeichnung Verdea im Umlauf. Diese Weißweine blicken auf einen bedeutenden historischen Werdegang. Der Name stammt vom Wort verde (grün) und bedeutet höchstwahrscheinlich, dass bei seiner Bereitung unreife Trauben verwendet wurden, um die niedrige Säure zu erhöhen. Traditionell war er trocken, hochprozentig und kam nach Alterung in Eichenfässern auf den Markt. Heute finden wir Verdea in modernem Stil, frisch, elegant, mit moderatem Alkoholgehalt. Bemerkenswerte Resultate bringt auch die weiße Sorte Goustolidi hervor, die auf Kefalonia Vostilidi genannt wird.
Der Weinbau auf Zakynthos wurde nachhaltig von der Republik Venedig geprägt. Die Italiener nennen die Insel Zante, ein Name, der sich auf die Rebsorte Korinthiaki übertrug. Für diese Rebsorte, die im getrockneten Zustand als Korinthe vermarktet wird, hat sich im englischen Sprachgebrauch der Name Zante bis heute gehalten.
Korfu
Sie ist von der Fläche die zweitgrößte der Ionischen Inseln und verfügt über dementsprechend viele Weingärten, dennoch ist die Insel önologisch gesehen nicht besonders interessant. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt nur den Anbau sehr robuster Sorten zu, die dem Infektionsdruck von Pilzkrankheiten standhalten. Es werden sowohl weiße als auch rote Rebsorten kultiviert, vor allem Kakotrygis, Kozanitis, Muscat Blanc, Mavrodaphne und Petrokoritho.
Korfu ist auch als Heimat eines Likörs namens Koum Kouat bekannt. Der Kumquatlikör wird allerdings nicht aus Trauben, sondern aus einem Fruchtextrakt der Kumquat-Frucht und verschiedener Kräuter hergestellt.
Lefkada
Lefkada begünstigt den Anbau von Vertzami, die den größten Anteil der dortigen Weinberge belegt. Es handelt sich um eine spät reifende Sorte, aus der würzige Rotweine vinifiziert werden. Die Weißweine, die unter dem Label eines Regionalweins verkauft werden, keltern die Winzer aus der Rebsorte Vardea (nicht zu verwechseln mit der Traditionsbezeichnung Verdea). Daneben finden sich in geringem Umfang Anbauflächen von Malagousia, Lagorthi, Mavrodaphne, Thiako, Chlores und Merlot.
Wussten Sie eigentlich, dass …
… Odysseus von der Ionischen Insel Ithaka stammt? Zumindest nach Homers Ausführungen. Die Heimat des Seefahrers ist in der Forschung jedoch höchst umstritten. Lefkada und Kefalonia werden ebenfalls als mögliche Heimatorte genannt. Inzwischen wurden aber im Norden Ithakas, in der Nähe von Exogi, Überreste eines dreistöckigen Gebäudes entdeckt. Der Ausgräber, Tanasis Papadopoulos, hält den Komplex für die Reste eines mykenischen Palastes und bringt ihn mit dem bei Homer beschriebenen Palast des mythischen Odysseus in Verbindung.
