Genuss mit Nuss
Diese Rebsorte erzeugt cremige, vollmundige und kraftvolle Weißweine. Es dominieren Aromen von Feigen, Honig, tropischen Früchten und Nuss bei moderater Säure und mittelkräftigem Körper.
In der Vergangenheit produzierte man überwiegend oxidierte Weine mit hohem Alkoholgehalt. Heute überwiegt eine Fülle von frischen Weinen mit geringem Alkoholgehalt, zum Beispiel Novita von der Grampsas Winery von Zakynthos. Diese Weine werden von Rebstöcken des hügeligen Südens der Insel gekeltert. Höhenlage mit kargen Böden und Ertragsbeschränkung bringen das gewaltige Potential der Rebsorten von Zakynthos überzeugend in die Flasche.
Reif für die Insel
Goustolidi (Vostilidi) wird hauptsächlich auf den Ionischen Inseln Kefalonia und Zakynthos angebaut. Kleinere Anpflanzungen finden sich auf dem Peloponnes. Der Name bedeutet „Augustjuwel“. Die mittel bis spät reifende Rebe ist widerstandsfähig gegen Dürre und Botrytis, jedoch anfällig für beide Mehltauarten.
Legendär ist der Verdea von Zakynthos. Dieser Weinstil ist neben dem Retsina der einzige mit dem speziellen Prädikat OKP (ursprungsgeschützt und mit traditioneller Keltermethode). Er wird traditionell aus weißen Sorten mit unterschiedlichem Reifegrad gekeltert. Diese Sorten sind neben Skiadopoulo, Robola und Pavlos auch Goustolidi und, wenn auch selten, Areti oder Korinthi. Die Trauben werden gemeinsam gelesen und gemeinsam verarbeitet. Das Traubengut reift in kleinen Eichenfässern und weist bis zu 15 % Alkohol auf.
Die traditionelle Variante ist ein im Eichenfass ausgebauter Weißwein mit hohem Alkoholgehalt und rassiger Säure. Der heute im Handel erhältliche Verdea oxidiert meist weniger und überschreitet selten 13 % Alkohol. Die Weine sind spannend und charaktervoll, zum Beispiel der Verdea von Grampsas.
Wussten Sie eigentlich, dass …
… der klassische Verdea in Tavernen direkt aus Fässern gezapft wurde. Seine Flaschenabfüllung ist eine recht neue Errungenschaft und ermöglicht damit erst den Genuss dieses Weines jenseits von Zakynthos und Kefalonia.