Mavrodaphnes Abgang in die Unendlichkeit
Der griechische Wein Mavrodaphne richtet sich an Weinliebhaber mit einem Gespür für das Authentische, das Andere, das Komplexe. Die Rebe kann sowohl moderne Arten von süßen Weinen produzieren als auch hervorragende trockene Weine und Rosés. Cuvées empfehlen sich mit Agiorgitiko und Merlot. Die griechischen Weine werden meist in kleinen französischen Eichenfässern ausgebaut.
Auffallend ist die charakteristische, fast schwarze Farbe der Weinsorte. Die dichten Aromen von Schwarzkirschen, getrockneten Pflaumen, asiatischen Gewürzen und Lorbeer oder Salbei zeichnen den Wein aus.
Der runde, charmante und unverwechselbare Mavrodaphne-Rotwein zeigt eine mittlere bis weiche Säure und einen mittleren bis kräftigen Körper. Besonders bemerkenswert ist der Nachhall im Geschmack mancher Mavrodaphne-Weine, der eine ungeahnte Dimension von Komplexität offenbart.
Per aspera ad astra – aus der Kargheit zum Sternenhimmel der Qualität
Die meisten Mavrodaphne-Weinberge finden sich auf dem Peloponnes, insbesondere im nordwestlichen Teil. Dort werden die bekanntesten dieser Süßweine produziert. So zum Beispiel der PDO Mavrodaphne von Patras. Auch ein hochwertiger Klon dieser Rebsorte ist auf dem Peloponnes beheimatet: der Tsigelo. Er bringt allerdings deutlich kleinere Beeren hervor.
Inzwischen ist auch die Ionische Insel Kephalonia zur Heimat der Mavrodaphne geworden. Auch hier wird inzwischen ein Dessertwein aus ihrer süßen Traube gekeltert. Und zwar auf dem Weingut Kephalonia.
Die Traube hat eine dicke Schale, was für die samtrote Farbe und – je nach Keltertechnik – für die reichen Tannine sorgt. Weil hohe Erträge zu verdünntem Wein führen können, wird die Mavrodaphne meist auf kargen Böden angebaut.
Was bedeutet Mavrodaphne?
Mavrodaphne ist das griechische Wort für „Schwarzer Lorbeer“. „Mavro“ bedeutet „schwarz“. „Daphne“ war die Tochter eines griechischen Flussgottes. Sie wurde durch ihre tragische Geschichte Namensgeberin des griechischen Rotweins Mavrodaphne.
Eines Tages machte sich Daphnes Verehrer Apollon über den Liebesgott Eros lustig. Im Gegenzug schoss dieser einen goldenen Pfeil auf Apollon ab. Daphne hingegen traf ein Pfeil aus Blei. Während sich Apollon Hals über Kopf in Daphne verliebte, war Daphne von Apollon eher abgestoßen.
Daphne floh vor den Annäherungsversuchen Apollons. Schließlich bat sie ihren Vater Peneios darum, ihr Äußeres so zu verändern, dass es Apollon nicht mehr reizen würde. Daraufhin verwandelte er sie in einen Lorbeerbaum. Im Rotwein Mavrodaphne steht ihr Name heute stellvertretend für dessen Lorbeeraroma.
Sie haben Lust, einen Mavrodaphne-Wein zu kaufen und auszuprobieren? In unserem Online-Shop finden Sie sowohl trockene als auch liebliche Rotweine und Rosés. Jetzt bestellen!