Einer der Garanten dieses Erfolgs ist das Boutique-Weingut Volacus Wines. Das kleine Anwesen liegt in Gardari, in der Nähe des Dorfes Falatados, 17 Kilometer von Tinos Stadt entfernt. „Das Volacus-Terroir liegt außerhalb dieser Galaxie“, scherzt Master of Vine Yiannis Karakasis nach seinem Besuch. In der Tat gleicht ein Ausflug zu Michalis und Eirini Kontizas einer Fahrt in eine prähistorische Mondlandschaft. Überall verteilt auf dem Weinberg türmen sich riesige Granitblöcke, die sogenannten „Volakes“, die dem Weingut den Namen geben. Die terrassenförmig in 400 Metern angebauten Reben gedeihen in den Zwischenräumen.
Biologischer Anbau
„Wir haben dieses Gebiet gewählt, weil es eine lange Tradition im Weinbau hat und berühmt für seine Weine ist“, erklärt Gutsbesitzer Michalis Kontizas. Der erste Weinberg wurde 2010 mit der Malagousia bepflanzt; die zweite Anpflanzung erfolgte 2016 mit der roten Mavrotragano. Auf einem zweiten Weinberg baute man 2015 ausschließlich Assyrtiko an. Der tonhaltige Granitboden begünstigt in Kombination mit dem einzigartigen Mikroklima des Gebiets die Herstellung hochwertiger Trauben. „Unsere Philosophie ist ein geringer Ertrag pro Fläche und der ökologische Landbau“, erklären die Kontizas.
Die beiden gingen weite Wege, um sich ihren Traum vom eigenen Weingut zu erfüllen. Neben der Arbeit als Landschaftsgärtner (Michalis) beziehungsweise neben der Leitung einer Sprachschule und neben dem Studium (Eirini) und der Erziehung eines Kindes kauften Michalis und Eirini die lunatischen Weinberge und restaurierten sie. Die Terrassierung der Reben zwischen diesen gewaltigen Felsblöcken kostete Kraft und Zeit. Doch jeder Handschlag lohnte sich: „Dieses Weingut ist mein wahr gewordener Traum. Ich liebe dieses Land!“, freut sich Michalis. Nachdem die Zähmung der unwirschen Landschaft gelungen war, nutzte er die alten Steinhäuser, die Zellen, eine altehrwürdige Weinpresse und zwei Tennen zur Errichtung des Weinguts – historisch und im Einklang mit der Natur.
Nur 7.000 Flaschen finden jährlich den Weg in die Welt. Man schmeckt förmlich das Land, die Bescheidenheit und die Leidenschaft, mit der die Kontizas ihre wunderbaren Weine bereiten.