Alles Gute kommt von oben
Hochwertige Roditis-Weine zeigen Aromen von grünem Apfel, Zitrus, Kräutern und Steinobst. Die eleganten, mineralischen, knackig-pointierten Weißweine sind erdig, mit mittlerer bis hoher Säure und schlankem, feinem Körper.
Am besten gefällt es der Roditis auf Höhenlagen über 400 Metern. In leichten, kalkhaltigen, nahezu unfruchtbaren Böden verlangsamt sich ihre Reifung und der Ertrag reduziert sich, doch sie entwickelt eine straffe Struktur. Und wenn die Beeren dann sorgfältig vinifiziert werden, bringen sie klare und ausgezeichnete Weine hervor, die an Cool-Climate-Weine erinnern.
Eine Weiße sieht rot
Roditis ist mit Savatiano die am meisten angebaute weiße Rebsorte in Griechenland. Sie wird auf dem gesamten griechischen Festland kultiviert, mit Ausnahme von Epirus und dem Westen Mittelgriechenlands. Außerhalb Griechenlands sind keine Vorkommen bekannt.
Trotz des regen Anbaus bleibt Roditis eine der am wenigsten erforschten griechischen Rebsorten und ihr Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgelotet. Unterschiedlichste Klone werden unter abweichenden lokalen Namen, so zum Beispiel Alepou Roditis, angebaut.
Je nach Anbaugebiet vermählen die Weinbauer die Roditis mit anderen Rebsorten wie Savatiano, Athiri oder Assyrtiko. Im Duett mit dem Savatiano bildet sie die perfekte Basis für den geharzten Retsina.
Genau genommen handelt es sich bei der Roditis nicht um eine weiße Sorte, da die Farbe ihrer Beeren auch ohne Sonneneinstrahlung dunkelrosa bis rötlich wird. Die zylindrischen Weintrauben sind von bescheidener Größe und mittlerem Beerengewicht. Roditis zeigt eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Winterfröste. Sie treibt spät aus und gelangt auch erst relativ spät zur Vollreife.
Wussten Sie eigentlich, dass …
… die meisten Experten den Klon „Alepou Roditis“ als Inbegriff der Sorte betrachten? „Alepou“ bedeutet auf Griechisch „Fuchs“. Die Sorte ist ertragsarm, hat dunkelrote Beeren, kleinere Trauben und reift früher. Die Legende sagt, dass die Trauben der Alepou Roditis so süß und schmackhaft sind, dass Füchse sie lieben. Daher der Name.