Griechische Inselweine Vol. 2: Santorin – der (vulkanische) Olymp des griechischen Weins!
Autor: Petros Velitsianos
Mit der Reihe „Griechische Inselweine“ nehmen wir die Kykladen-Weininsel und das Aushängeschild des griechischen Weinbaus, Santorin, genauer unter die Lupe.
Santorin: DIE griechische Insel für Top-Weine
Santorin, auf Griechisch Santorini, ist eine kleine, teils versunkene Vulkaninsel in der Ägäis und eines der ältesten Weinanbaugebiete Griechenlands. Gleichzeitig zählt Santorin zu den beliebtesten Kykladeninseln und seine Weine sind heute weltweit bekannt. Dafür verantwortlich sind die besonderen klimatischen Bedingungen der Vulkaninsel, die es den Weinmachern ermöglichen, charaktervolle, unverwechselbare und langlebige Weine zu vinifizieren.
Santorin ist außerdem die Heimat der berühmtesten weißen Rebsorte Griechenlands, Assyrtiko. Einige der besten Beispiele des Landes kommen von der Insel. Manche Reben sind möglicherweise bis zu 300 Jahre alt, da die Reblaus die sandigen vulkanischen Böden Santorins nicht besiedeln konnte.
Ereignisreiche Weingeschichte
Bereits in der Bronzezeit wurde von den Minoern Wein auf Santorin erzeugt. Der Vulkanausbruch von Santorini, der um 1600 v. Chr. erfolgte, war eine der größten Katastrophen Europas. Die explosive Eruption zerriss die griechische Insel Santorin, damals Thera genannt, und hüllte weite Teile des östlichen Mittelmeers in Asche und Rauch. Der Großteil Santorins versank im Meer. Der Sage nach liegt hier der Ursprung des Atlantis-Mythos. Der heutige halbmondförmige Archipel von Santorin ist lediglich der nicht untergetauchte Teil der Caldera dieses Vulkans.
Anfang des 13. bis Ende des 16. Jahrhunderts stand die Insel stark unter dem Einfluss von Venedig, wodurch sich eine bedeutende Weinbaukultur entwickelte. Damals erhielt sie nach Santa Irene, der Heiligen Irene, den Namen Santorini. Besonders die Süßweine waren wegen ihrer Lager- und Transportfähigkeit sehr geschätzt und wurden damals über die Hafenstadt Monemvasia auf dem Peloponnes in viele europäische Länder verschifft.
Obwohl die Insel 1579 von den Türken erobert wurde, gab es keine Einschränkungen im Weinbau. Die osmanische Herrschaft dauerte bis zur griechischen Revolution 1821. Das letzte Jahrhundert war für die Einwohner von Santorin nicht einfach und wurde in den 1950er Jahren durch ein schweres Erdbeben nochmals ernsthaft erschüttert. Erst in den 1970er Jahren kam mit dem aufkeimenden Tourismus die Wende und danach auch im Weinbau. Der Vulkan ist übrigens immer noch aktiv und brach das letzte Mal 1950 aus.
Renaissance der Santorin-Weine und globale Erfolgsstory
Die Renaissance des Weinbaus auf Santorin kam mit dem Geldfluss und dem aufkeimenden Tourismus in den 1970er Jahren. Bis dahin hatten die Traubenbauern große Mühe, über die Runden zu kommen. Die ortsansässige Genossenschaft dominierte den lokalen Weinmarkt, einige Familien erzeugten Wein ausschließlich für den privaten Konsum.
Erst seit den frühen 1980er Jahren begannen größere und kleinere Weingüter, dieses einzigartige Terroir für sich zu nutzen. Heute bekannte und renommierte Weingüter wie Boutaris, Gaia Wines und der ortsansässige Haridimos Hatzidakis von Hatzidakis Winery ebneten mit hohen Qualitätsstandards, modernen Produktionsmethoden und ihren Visionen von maximaler Qualität den Weg. Dies revolutionierte nicht nur die Weinbranche auf Santorin, sondern in ganz Griechenland und machte die Weine auf dem ganzen Globus bekannt und begehrt.
Geographie und vulkanischer Boden
Die rund 90 km² große griechische Inselgruppe Santorin ist die südlichste der Kykladen und liegt in der Ägäis rund 100 km nördlich von Kreta. Die sichelförmige Hauptinsel heißt Thira und bildet mit den zwei gegenüberliegenden kleinen Inseln Aspronisi mit 0,14 km² und Thirasia mit 9 km² einen Kessel.
Weinreben werden auf der gesamten Insel kultiviert. Um 1950 gab es noch 4.800 Hektar Weinberge, die aufgrund des Baubooms auf rund 1.200 Hektar geschrumpft sind. Die Weinbauzonen erstrecken sich vom Meeresspiegel bis zu Terrassen in einer Höhe von etwa 300 Metern. Die Reben gedeihen auf junger Vulkanerde, die mit Schiefer- und Kalksteinabschnitten durchsetzt ist. Humöse Abschnitte fehlen weitgehend.
Das Klima ist gekennzeichnet durch Sommertrockenheit und meist auch geringe Winterniederschläge. Während der regenlosen Jahreszeit decken die Rebstöcke ihren Feuchtigkeitsbedarf aus der Luftfeuchtigkeit, die in den Morgenstunden auf den Blättern und am Boden kondensiert. Um die Wasserkonkurrenz zu vermindern, ist der Rebabstand sehr groß. Durchschnittlich trägt ein Hektar nur rund 2.500 Weinstöcke. Neben der vorherrschenden Trockenheit ist der stetige, oft heftige Wind kennzeichnend für die klimatische Situation.
Wurzelechte Rebschätze und Assyrtiko-Hochburg
Das Anbaugebiet Santorin ist eines der ältesten im griechischen Raum. Auf hauptsächlich vulkanischem, für den Weinbau idealem Boden werden rund 30 autochthone Rebsorten kultiviert. Einige Reben dürften bis zu 300 Jahre alt sein, weil die Reblaus den porösen, sandigen Boden nicht besiedeln konnte.
Der heftige Wind und die direkte, starke Sonneneinstrahlung zwingen die Weinbauern zu einer Reberziehung in Busch- beziehungsweise Korbform, der sogenannten „Kouloura“-Form, die auch als „Paneri“ oder „Ambelia“ bekannt ist. Die meisten Weinberge auf Santorin befinden sich im südlichen und südwestlichen Teil der Insel auf Böden vulkanischen Ursprungs aus Asche und Bimsstein mit sandiger Zusammensetzung.
Der poröse Boden besitzt ein gutes Wasserspeichervermögen. Die Böden der Insel tragen dazu bei, die Feuchtigkeit von Tau und Meer zu speichern, wodurch eine ausreichende Wasserversorgung der Reben während der Wachstumsperiode gewährleistet werden kann. Im weichen Material wurden zahlreiche Canavas, also Höhlen, angelegt, die gerne als Weinkeller genutzt werden.
Auch die extrem niedrigen Erträge der santorinischen Qualitätsweine sind ein natürliches Ergebnis der alten Reben, der vulkanischen Böden, des Wasserstresses und der starken Winde dieses einzigartigen Ökosystems. Sie alle tragen zur Konzentration und zum Reichtum der Weine bei.
In den Weinbergen von Santorin herrschen weiße wurzelechte Rebsorten vor. Die bekannteste ist Assyrtiko, an zweiter Stelle steht die aromatische Sorte Aidani. Die Assyrtiko-Traube hat sich perfekt an die lokalen Bedingungen angepasst und behauptet sich in den warmen, trockenen Sommern Santorins.
Assyrtiko dominiert mit 800 Hektar und 90 % unter den weißen Rebsorten, gefolgt von Aidani und Athiri. Diese drei Rebsorten sind auch für die PDO Santorini zugelassen. Nur 15 % der Weinberge von Santorin sind mit roten Trauben bepflanzt. Die wichtigsten Rotweinsorten sind Mandilaria, Mavrotragano und Athiri Mavro. Die renommierteste davon ist Mavrotragano und besitzt enormes Potenzial.
Santorin-Weine: angesehen, hochprämiert und global begehrt
Die Rebe wird auf Santorin seit prähistorischen Zeiten angebaut. In diesem besonderen Ökosystem hat sich einer der ältesten Weinberge der Welt entwickelt, ein von der Natur und vom Menschen geschaffenes Kulturdenkmal. Die lange Tradition des Weinbaus zeigt sich heute in den alten, ungepfropften, korbförmig gezogenen Rebstöcken, die in vielen Fällen auf bis zu 300 Jahre alten Wurzeln stehen.
Für die Hauptinsel Santorin und die kleine Insel Thirasia wurde bereits 1971 die geschützte Herkunftsbezeichnung „PDO Santorini“ eingeführt.
Assyrtiko aus Santorin: der Klassiker unter den griechischen Weißweinen
Es gibt einen als PDO klassifizierten Weißwein in trockener und süßer Ausführung, der aus den Sorten Assyrtiko mit mindestens 75 % sowie Aidani und Athiri verschnitten wird. Diese Weine sind sehr stoffig, besitzen eine enorme Tiefe und Spannung und verfügen über eine markante Säure sowie Salznote. Ein pH-Wert von unter 3 und ein Gesamtsäuregehalt von über 6,5 g pro Liter sind keine Seltenheit.
Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Assyrtiko auf einigen der heißesten, sonnigsten und trockensten Weinberge der Erde angebaut wird. Und noch etwas: Die Weine können sehr gut reifen. Die Santorin-Assyrtikos zählen zu den charakterstärksten Weißweinen Griechenlands.
Aus den weißen Rebsorten wird auch einer der bekanntesten Süßweine der Insel erzeugt. Die als Vinsanto bezeichnete süße Version aus getrockneten Trauben hat hier eine uralte Tradition und ist mit der Herkunftsbezeichnung „PDO Santorini Vinsanto“ geschützt. Trotz des hohen Zuckeranteils wirken die Weine dank ihrer ausgeprägten Säure nicht schwer. Die fassgereiften Weine besitzen ein enormes Lagerpotenzial bei ausgesprochen niedrigen Erträgen.
Nykteri von Santorin: die Grande Dame des Assyrtiko
Eine Spezialität ist der trockene, opulente Weißwein „Nykteri“, dessen Name sich auf die traditionell erst ab Einbruch der Dämmerung erfolgende Weinlese und die bis in die frühen Morgenstunden dauernde Arbeit bezieht. Dabei handelt es sich um Weißweine, die ebenfalls aus Assyrtiko gekeltert werden. Bei Bedarf dürfen geringe Mengen von Aidani und Athiri beigemischt werden.
Gelesen wird Anfang August und ausschließlich per Hand. Der Mindestalkoholgehalt des Weines muss 13,5 % betragen. Eine Reifezeit von mindestens drei Monaten in Eichenholzfässern ist vorgeschrieben, in der Regel reift dieser Wein jedoch länger.
Reinsortige Aidanis: Weine für heutige Entdecker
Die Rebsorte Aidani gilt insbesondere als ebenbürtiger Cuvée-Partner von Assyrtiko und kann als alternativer Ausdruck der großen Weine von Santorin betrachtet werden. Obwohl Aidani gelegentlich reinsortig vinifiziert wird, sind diese Abfüllungen exquisit und eine Suche wert.
Aidani ergibt cremige und duftige Weine mit blasser zitronengrüner Farbe und einem diskreten Bouquet mit Noten von gelben Früchten, Zitrusfrüchten, Mineralität und Blumen. Am Gaumen ist der Wein mittelkräftig, mit moderatem Alkohol und mäßigem Säuregehalt. Angesichts der hohen Qualität der Sorte haben Winzer in ganz Griechenland begonnen, die Möglichkeiten von Aidani zu nutzen. Weinliebhaber mit anspruchsvollem Gaumen, die sich auf weniger bekanntes Terrain wagen, können unter den reinsortigen Aidanis wahre Schätze finden.
Roter Mavrotragano: der kommende Weinstar aus Santorin
Bis vor Kurzem wurde diese rote Rebsorte mit ihren schwarzen „mavro“ und knackigen „tragano“ Beeren lediglich in den Süßweinen von Santorin verschnitten und war so gut wie ausgestorben. Heute ist sie eine der begehrtesten Rebsorten für die Herstellung hochwertiger Rotweine und ihre Zukunft erscheint vielversprechender denn je. Sortenreine Mavrotragano-Weine können großartig ausfallen und bringen dunkle Weine mit einer leicht kräuterigen Nase hervor. Diese Rebsorte sollte man unbedingt auf dem Weinradar haben.
Unsere Weinempfehlungen aus Santorin
Wir haben eine Reihe erstklassiger Weingüter aus Santorin, die großartige und einzigartige Weine vinifizieren. Diese sollten Sie unbedingt einmal durchprobieren. Santorin gehört schließlich zum Olymp des griechischen Weins.
1. Artemis Karamolegos Winery
Das Weingut Artemis Karamolegos ist eines der dynamischsten und am schnellsten wachsenden Weingüter auf Santorin. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins Jahr 1952 zurück. Es ist untrennbar mit den vulkanischen Weinbergen und der Weinbautradition von Santorin verbunden. Das Weingut bewirtschaftet eigene, teils mehr als 100 Jahre alte Weinberge sowie Weinberge kooperierender Erzeuger in sehr guten Lagen der Insel.
Der absolute Star innerhalb des Sortiments ist natürlich die Assyrtiko-Traube, daneben bietet das Weingut eine schöne Bandbreite lokaler Rebsorten. Es hat bei nationalen und internationalen Wettbewerben zahlreiche prestigeträchtige Preise gewonnen und kann auf Santorin auch besichtigt werden.
Unsere Empfehlung: 34 Old Vines 2021, Artemis Karamolegos
Rebsorte: Assyrtiko, 32,90 € pro 0,75-l-Flasche
2. Gaia Wines
Das Weingut wurde von Agronom Leon Karatsolas und dem in Griechenland bekannten Weinmacher Yiannis Paraskevopoulos auf Santorin gegründet. Bereits 1996 wurde expandiert und im Gebiet Nemea auf dem Peloponnes ein zweites Weingut neu geschaffen. Der Name Gaia, Mutter Erde, wurde nach der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin und Stammmutter aller Göttergenerationen gewählt.
Die Philosophie ist, ausschließlich auf griechische Sorten zu setzen und deren Potenzial voll zu nutzen. Heute liegt das Weingut Gaia auf Santorin auf der Ostseite der Insel direkt am Meer. Die moderne Ausstattung und die Anlagen der Kellerei schaffen ideale Bedingungen für eine hochwertige Weinproduktion.
Der Thalassitis von 1994 war der erste Wein von Gaia Wines. Dieser trockene Assyrtiko fand sich sehr schnell in der Spitzengruppe der neuen griechischen Weine wieder und gehört bis heute zu den bekanntesten Weinen des Weinguts.
Unsere Empfehlung: Thalassitis 2021, Gaia Wines
Rebsorte: Assyrtiko, 25,50 € pro 0,75-l-Flasche
3. Art Space Winery
Die kleine Art Space Winery der Familie Argyros ist auf Santorin und in Griechenland ein echter Geheimtipp. Die historischen Wurzeln reichen bis ins Jahr 1861 zurück, 1999 wurde das Weingut wiedereröffnet. Das Motto lässt sich unter dem Gedanken „Traditioneller Weinbau trifft neues Zeitalter“ zusammenfassen.
Daraus entstehen authentische und einzigartige Santorin-Weine, die Eindruck hinterlassen. Eine angrenzende Kunstgalerie und ein Museum, die Art Space Gallery, ergänzen das Weingut.
Unsere Empfehlung: Assyrtiko/Aidani Unfiltered 2021, Art Space Winery
Rebsorten: Aidani und Assyrtiko, 29,90 € pro 0,75-l-Flasche
4. Akra Chryssos
Das junge Weinbauprojekt von Spyros Chrysos basiert auf teilweise über 200 Jahre alten Weinbergen in Privatbesitz und hervorragenden Lagen. Spyros verfügt über rund 20 Hektar Weinberge, die mit Assyrtiko bepflanzt sind. Der erste Wein wurde bei Akra Chryssos erst 2019 produziert.
Das Ergebnis ist ein authentischer Ausdruck eines Santorin-Weins im Glas: elegant, fein, tief und mit schöner Säure.
Unsere Empfehlung: Akra Santorini 2021, Akra Chryssos
Rebsorten: 90 % Assyrtiko, 10 % Athiri und Aidani, 31,90 € pro 0,75-l-Flasche
5. Hatzidakis Winery
Haridimos Hatzidakis, der Gründer des Weinguts und 2017 leider verstorben, gilt als einer der innovativsten und bedeutendsten Weinmacher Griechenlands. Das von ihm 1999 gegründete Gut gilt weithin als eines der renommiertesten Weingüter auf Santorin.
Er war der erste auf Santorin, der einheimische Hefen verwendete, und ein glühender Verfechter des Potenzials einheimischer Sorten wie Assyrtiko, Aidani und Mavrotragano. Außerdem produzierte er den ersten Assyrtiko der Insel aus einer Einzellage.
Die Weine von Hatzidakis sind groß, reichhaltig und konzentriert. Sie werden ohne Zusatz von Hefen oder Enzymen, mit einem Minimum an Schwefel und häufig in alten Fässern vinifiziert. Die Assyrtikos von Hatzidakis sind würdige internationale Vertreter dieses kulturellen Inselschatzes von Santorin. Heute führt seine Familie das Weingut ganz in seinem Sinne fort. Seit 2021 sind die Weine auch offiziell vegan zertifiziert.
Unsere Empfehlung: Santorini Cuvée No. 15 2020, Hatzidakis Winery
Rebsorte: Assyrtiko, 44,90 € pro 0,75-l-Flasche
6. Foivos Papastratis One Off Santorin
Foivos Papastratis aus dem zentralgriechischen Euböa ist einer der jüngsten Winzer Griechenlands und mit Sicherheit einer der talentiertesten. Seit 2020 verfolgt er mit der ONE-OFF-Serie ein besonderes Weinprojekt. Dabei wählt er jährlich eine Weinanbauregion und kreiert dort einen Wein in Kooperation mit einem befreundeten lokalen Winzer.
Gemeinsam mit dem renommierten Winzer Apostolos Mountrichas schuf er auf dessen Weingut Anhydrous auf Santorin einen reinsortigen Assyrtiko. Das Ergebnis ist salzig und mineralisch, mit knackiger Säure und beeindruckender Struktur. Der Wein erscheint in streng limitierter Flaschenzahl und kommt nur einmal auf den Markt.
Unsere Empfehlung: F Santorini ONE OFF 2020, Foivos Papastratis
Rebsorte: Assyrtiko, 34,90 € pro 0,75-l-Flasche
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Stin Ygia mas!
