Wer wagt, gewinnt
Aidani-Weine weisen eine zitronengelbe Farbe auf. Die Duftnoten erinnern an Jasmin, Pfirsich, Kumquat, Melone und tropische Früchte wie Litschi. Die cremigen, runden, vollmundigen Weißweine offenbaren eine weiche, milde Säure und einen mittelkräftigen Körper. Sie eignen sich hervorragend dazu, sowohl jung als auch gereift getrunken zu werden.
Reinsortige Aidani sind eine Rarität. Aber die Suche lohnt sich. Die richtigen Könner unter den Winzern gewinnen der Rebe einen außergewöhnlichen Wein ab. Aber ohne Fleiß, kein Preis. Die Rebe verlangt bei An- und Ausbau Aufmerksamkeit und Sensibilität. Sie reift ungleichmäßig, so dass die Pflücker mehr als einmal durch den Weinberg streifen, um Trauben mit optimaler Säure zu ernten.
Außerdem lässt sich die Aidani Zeit und muss als letzte Rebsorte geerntet werden. Aufgrund ihrer dicken Haut, die hervorragend vor Hitze schützt, müssen Tannine verfeinert werden. „Dafür gibt es zwei Möglichkeiten“, erklärt einer der Pioniere der Aidani, Paris Sigalas vom gleichnamigen Weingut auf der Insel Santorin, „entweder auf eine bessere Reife im Weinberg abzielen oder im Eichenfass ausbauen".
Angesichts der hohen Qualität der Sorte scheint es nur eine Frage der Zeit, dass sich Aidani weiterverbreitet. Die Rebe wächst zurzeit insbesondere auf den Kykladen, auf den Inseln Kreta, Naxos, Paros und Santorin sowie in einigen Regionen auf dem Peloponnes.
Sehr gut als Solist, im Team unschlagbar
Oft wird Aidani mit
Assyrtiko
verschnitten, weil sie die einzigartige Fähigkeit besitzt, dem Verschnitt Rundheit und florale Komplexität zu verleihen, ohne die majestätische Mineralität und Textur eines typischen PDO Santorin zu beeinträchtigen. Sie kann bis zu 25 % im trockenen SantorinCuvée enthalten sein.
Beim süßen Vinsanto kann der Prozentsatz sogar noch höher liegen. Produzenten, die Aidani in ihrem Vinsanto-Ausbau verwenden, wissen seit langem um dessen Bedeutung als kongenialem Partner. Man kann ihn als geschmackliches Gegenteil von Assyrtiko bezeichnen. Die intensiven Aromen von Jasmin, Pfirsich, Kumquat und tropischen Früchten wie Litschis und Melonen, die ausgewogene Säure und die feine Textur geben dem großen Dessertwein von
Santorin
den letzten Schliff.