Gut Ding will Weile haben
Kotsifali hat von Natur aus einen recht hohen Zuckergehalt. Die Rebe erbringt volle, fruchtige und aromatische Weine von mittelroter Farbe. Die Aromen lassen in erster Linie an rote Beeren wie Kirsche, Pflaume und Erdbeere, an Gewürze, Kräuter und Floralnoten denken. Milde Säure, weiche Tannine und ein recht hoher Alkoholgehalt runden das Geschmacksprofil ab.
Die Kotsifali wird eher selten sortenrein ausgebaut. Meist wird sie mit der tanninreichen Sorte Mandilaria verschnitten, die dem Wein eine rundere Balance und eine tanninhaltige Anmut verleiht. Es gibt ferner sehr gute Exemplare im Cuvée mit Syrah.
Diese Weine erreichen, wenn sie sorgfältig ausgebaut werden, eine hervorragende Qualität. Wie bei vielen Rebsorten, hängt die Qualität der Weine sehr stark von rigorosen Ertragsbeschränkungen ab.
Die meisten Weine sind bei ihrer Freigabe für den Verkauf trinkreif. Die extraktreichen Stile, die gewöhnlich mehrere Monate in Eichenholz reiften, entwickeln sich über 5 Jahre. Sie zeigen eine weiche Struktur und eine komplexe Komposition von Aromen.
Kotsifali und Mandilaria: Just good friends
Kotsifali ist eine erlesene griechische Weinsorte, die auf ganz Kreta angebaut wird. Die besten Weine stammen aus der Gegend von Heraklion, insbesondere aus der PDO Peza und der PDO Archanes. Beide geschützten Ursprungsregionen produzieren eine Cuvée aus Kotsifali und Mandilaria. Außerhalb Kretas wird die Rebe selten ausgebaut.
Die Kotsifali bringt gute und zuverlässige Erträge. Ihre Trauben sind dickschalig, hart und tiefviolett. Am wohlsten fühlt sie sich in kalk- und kieselreichen Böden. Die Trauben reifen im späten August oder frühen September.